The Complete Guide to Reading the Odyssey

Beste Übersetzung von Tote Seelen: Vera Bischitzky und die anderen

Gogols absurde Russland-Satire — und die Übersetzungskunst, die ihren Humor bewahrt

Tote Seelen ist Gogols Hauptwerk und eine der eigenartigsten Meisterleistungen der Weltliteratur. Tschitschikow, ein mysteriöser Betrüger, reist durch Russland und kauft die Namen verstorbener Leibeigener — "tote Seelen" — auf, die noch in den Steuerregistern stehen, um mit diesen Scheindokumenten Kredit aufzunehmen. Diese absurde Prämisse gibt Gogol den Vorwand zu einem Panorama der russischen Provinzgesellschaft des frühen 19. Jahrhunderts, das aus lauter unvergesslichen Charaktertypen besteht.

Der Ton Gogols ist schwer zu fassen und schwer zu übersetzen: Es ist ein Ton zwischen Satire und Groteske, zwischen Humor und Melancholie, der manchmal unmittelbar aus dem Komischen ins Lyrische kippt. Gogol lacht über Russland und liebt es gleichzeitig — und dieser Widerspruch ist für den Übersetzer die eigentliche Herausforderung.

Beste Übersetzung Tote Seelen Deutsch - Vera Bischitzky Hanser
Tote Seelen — Übers. Vera Bischitzky (Hanser)
Die moderne Referenzübersetzung, ausgezeichnet und allseits empfohlen
Vera Bischitzkys Übersetzung von Tote Seelen bei Hanser ist heute die empfehlenswerte Version für deutschsprachige Leser. Bischitzky, eine erfahrene Übersetzerin aus dem Russischen, hat Gogols besonderen Ton — die Mischung aus Karikatur, Lyrik und satirischer Schärfe — mit einer Genauigkeit ins Deutsche übertragen, die früheren Übersetzungen fehlte. Besonders ihr Gespür für Gogols Humor ist bemerkenswert: die Wortspiele, die Übertreibungen, die komischen Beschreibungen der Gutsbesitzer-Typen sind im Deutschen so lebendig wie im Original. Eine Lektüre, die im besten Sinne Vergnügen bereitet.
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Tote Seelen Gogol Reclam ältere Übersetzung günstig
Tote Seelen — Reclam und andere günstige Ausgaben
Günstig erhältlich, aber stilistisch weniger gelungen
Tote Seelen ist in mehreren günstigen deutschen Ausgaben erhältlich, darunter Reclam und andere Taschenbuchverlage, die auf ältere Übersetzungen zurückgreifen. Diese Versionen haben ihren Nutzen für Leser mit kleinem Budget oder für den Schulkontext, verlieren aber im Vergleich zu Bischitzkys Version deutlich an stilistischer Qualität — besonders Gogols Humor wird in älteren Übersetzungen oft mechanisch wiedergegeben, ohne die Frische des Originals zu bewahren. Wer Tote Seelen wirklich kennenlernen will, sollte auf Bischitzky setzen.
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Tote Seelen Gogol zweiter Teil Fragment deutsche Ausgabe
Tote Seelen — Ausgaben mit dem zweiten Band (Fragment)
Das unvollendete Manuskript, ein Blick in Gogols Werkstatt
Gogol schrieb an einem zweiten Band von Tote Seelen, den er kurz vor seinem Tod 1852 fast vollständig verbrannte. Was übrig blieb, sind Fragmente — unvollständig, teilweise inkohärent, aber an einigen Stellen von verblüffender Qualität. Einige deutsche Ausgaben nehmen das überlieferte Fragment als Anhang auf. Es ist aus zwei Gründen lesenswert: zum einen als Zeugnis von Gogols künstlerischem Ehrgeiz (er wollte Tschitschikow eine Art Läuterung durchlaufen lassen, analog zu Dantes Komödie), zum anderen als Einblick in die Tragik eines Autors, der sein Werk selbst vernichtete. Bischitzkys Hanser-Ausgabe enthält das Fragment.
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